Taufe

Taufe

Infos auf dieser Seite

Voraussetzungen

1. Eltern

Wenn Sie Ihr Kind bei uns (oder generell in der Ev. Kirche) taufen lassen möchten, soll mindestens ein Elternteil Mitglied in der Evangelischen Kirche sein. Für Kirchenmitglieder entstehen keine Kosten. Die Taufe wird im Familienstammbuch beurkundet, sofern Sie dies wünschen. Bitte legen Sie für das Taufgespräch eine amtliche Abstammungs- oder Geburtsurkunde des Täuflings bereit!

2. Paten

Taufpatin oder Taufpate kann nur werden, wer einer christlichen Kirche angehört (der evangelischen, katholischen oder einer Freikirche, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ACK Mitglied ist – das kann Ihnen Ihre Pastorin oder Ihr Pastor sagen). Angehende Patinnen/Paten benötigen dazu eine Patenbescheinigung, die ihnen das Büro/Gemeindeamt ihrer jeweiligen Ortsgemeinde zuvor ausstellt. Bitte geben Sie diese mindestens eine Woche vor dem Tauftermin ab!

3. Glieder anderer Gemeinden

Wenn Sie als Eltern Glied einer anderen evangelischen Kirchengemeinde sind, können Sie Ihr Kind bei uns taufen lassen. Dazu benötigen Sie unbedingt ein Dimissoriale. Sie erhalten es im Büro/Gemeindeamt Ihrer Ortsgemeinde.

4. Voraussetzungen für Taufwillige

Wenn Sie getauft werden möchten, müssen Sie religionsmündig sein (mindestens 14 Jahre alt). Sofern Sie nicht Glied der Evanglischen Kirche sind, treten Sie durch die Taufe in die Kirche ein. Die Taufe wird im Familienstammbuch beurkundet, sofern Sie dies wünschen.

5. Ansprechpartner und Taufgottesdienste

Taufen finden am ersten Sonntag jeden Monats in Morsbach und Holpe statt. Im Gottesdienst am Samstag Abend in Morsbach besteht ebenfalls die Möglichkeit zur Taufe.

Bitte wenden Sie sich ungefähr einen Monat vor dem nächsten Taufgottesdienst an Herrn Karnstein oder Frau Thomas. Er meldet sich dann bei Ihnen, um einen Termin für ein obligatorisches Taufgespräch zu vereinbaren. Wenn Sie mögen, dann suchen Sie vorab schon einen Taufspruch aus:

Vorschläge für den Taufspruch

Der Taufspruch ist ein biblisches Wort, das das Kind oder den erwachsenen Täufling sein Leben lang begleiten soll. Sie können sich den Taufspruch selber aussuchen – hier folgt eine Liste mit Vorschlägen. Unter www.taufspruch.de ist eine umfassende Sammlung von Taufsprüchen zugänglich. Falls Sie uns den Spruch z.B. telefonisch oder per E-mail mitteilen, geben Sie bitte auch die Bibelstelle (am Versende jeweils in Klammern) an.

  • Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen. (Gen 26,24b)
  • Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. (Ps 16,11)
  • Gott ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Gott ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? (Ps 27,1)
  • Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, … du stellst meine Füße auf weiten Raum. (Ps 31,8a.9b)
  • Wer auf Gott hofft, wird von Güte umfangen. (Ps 32,10b)
  • Gott, deine Güte reicht so weit der Himmel ist und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. (Ps 36,6)
  • Bei dir die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. (Ps 36,10)
  • Ich aber werde bleiben wie ein grünender Ölbaum im Hause Gottes; ich verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewig. (Ps 52,10)
  • Siehe, Gott steht mir bei und erhält mein Leben. (Ps 54,6)
  • Lass mich wohnen in deinem Zelte ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen. (Ps 61,5)
  • Zu Gott allein ist stille meine Seele; von Gott kommt mir Hilfe. (Ps 62,2)
  • Weise mir, Gott, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte. (Ps 86,11)
  • Unter Gottes Flügeln findest du Zuflucht. (Ps 91,4c)
  • Voll Güte und Erbarmen ist Gott, voll grenzenloser Liebe und Geduld. (Ps 103,8)
  • Lass meine Seele leben, dass sie dich lobe. (Ps 119,175a)
  • Gott behüte dich vor allem Übel und behüte deine Seele. (Ps 121,7)
  • Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. (Ps 139,5)
  • Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Ps 139,14)
  • Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein. Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten. (Spr 2,10-11)
  • Der Gerechten Pfad ist wie das Licht am Morgen, das immer heller wird bis zum vollen Tag. (Spr 4,18)
  • Wer sich auf Gott verlässt, wird beschützt. (Spr 29,25b)
  • Siehe, Gott ist mein Heil; ich bin sicher und fürchte mich nicht. (Jes 12,2a)
  • Die auf Gott vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und brechen nicht zusammen. (Jes 40,31)
  • Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin für dich Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. (Jes 41,10)
  • Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jes 43,1b)
  • Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. (Jes 54,10)
  • Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet. (Jes 49,16)
  • Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was Gott von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben. (Mi 6,8a)
  • Gott ist gütig und eine Zuflucht zur Zeit der Not und kennt die, die auf Gott hoffen. (Nah 1,7)
  • Ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt. (Mt 28,20b)
  • Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. (Lk 10,20)
  • Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12)
  • Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. (Joh 14,6a)
  • Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. (Röm 8,28a)
  • Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. (1. Kor 15,10a)
  • Lebt als Kinder des Lichtes – die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,8b-9)
  • Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. (2. Tim 1,7)
  • Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade. (Hebr 13,9)

Theologische Informationen zur Taufe

1. Grundlagen

Wir taufen, weil Jesus Christus es uns aufgetragen hat. So heißt es in den letzten Worten des Evangeliums nach Matthäus:

Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Mt 28,18-20)

2. Die Taufe ist ein Sakrament

Neben dem Abendmahl ist die Taufe ein Sakrament. Ein Sakrament ist eine von Jesus selbst eingesetzte Handlung, die aus Wort und Zeichen besteht. Das Zitat oben ist das Wort, dem die Taufe zugrunde liegt. Das Zeichen der Taufe ist das Taufwasser. Andere Konfessionen kennen aus ihrer Tradition heraus auch noch weitere Sakramente neben Taufe und Abendmahl. Für die evangelische Kirche ist aber einzig die Bibel aussagekräftig; sie nennt nur diese beiden.

3. Die Bedeutung der Taufe

Die Taufe ist das Wichtigste, was im Leben eines Christen, einer Christin geschehen kann. In der Taufe wird uns die in Jesus Christus zugesagte Liebe Gottes untrennbar zu Eigen gemacht. Der Apostel Paulus beschreibt das so:

So wie Jesus Christus für uns Menschen gestorben ist, so ist er von Gott wieder auferweckt worden. In der Taufe, so Paulus, werden wir auch zu neuen Menschen: wir werden mit Jesus Christus verbunden. Obwohl wir uns oft fehl verhalten, zum Beispiel im Umgang mit anderen Menschen, im Umgang mit Wahrheit, u.s.w., nimmt Gott uns als genau solche Menschen an, mit allen Fehlern und Schwächen. Gott tut das, weil wir durch die Taufe zu seinem Sohn Jesus Christus gehören. (Vergleiche Römerbrief, Kapitel 6, Verse 1-11)

Paulus sagt: Weil Gott uns wegen Jesus annimmt, wie wir sind, ist in seinen Augen alles Schlechte an uns in seinen Augen tot – es zählt nicht. Für ihn sind wir in der Taufe zu einem neuen Leben gekommen, das ihm gefällt – wir gefallen ihm durch die Taufe. Aus diesem Grund können wir über unser irdisches Leben hinaus Hoffnung haben. Christen wissen: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Wir glauben an das, was die Propheten des Alten Testaments der Bibel angekündigt haben und was in Jesus Christus erfüllt worden ist: Dass Gott einen Erlöser, einen Messias, senden würde. Jesus Christus ist dieser Messias, der uns von der Trennung von Gott erlöst hat. In der Taufe kommen wir deshalb zu Gott zurück. Die Bibel kündigt am Ende der Zeit ein Gericht an. Wer an Jesus Christus glaubt, getauft ist, muss dieses Gericht nicht fürchten: Alles, was wir in unserem Leben an Schuld auf uns geladen haben, nimmt uns Christus ab. Die Taufe ist quasi das «Garantiesiegel» dafür. Deshalb werden wir im endzeitlichen Gericht als Schuldlose behandelt – Christus hat mit seinem Tod unsere Schuld stellvertretend für uns auf sich genommen.

Marc Platten